Zahngesundheit in der Schwangerschaft

Wir beraten Sie gern, wie sie Zähne und Zahnfleisch in dieser besonderen Zeit schützen und zugleich zu einer gesunden Zahnentwicklung Ihres Kindes beitragen können.

Schwanger zum Zahnarzt – worauf sollte ich achten?

Eine Schwangerschaft ist mit vielen schönen Momenten, aber auch neuen Herausforderungen verbunden. Durch die Hormonumstellung kommt es nicht nur zu Veränderungen im Umfeld Ihrer Liebsten, sondern außerdem zu körperlichen Veränderungen – auch bei der Mund- und Zahngesundheit.

Je nach Schwangerschaftsmonat können zahnärztliche Behandlungen während der Schwangerschaft zu Komplikationen führen. Deswegen empfehlen wir, bereits im Vorfeld zahnärztlichen Rat zu suchen, um gegebenenfalls vorhandene Probleme vor der Schwangerschaft zu beseitigen.

Unsere Empfehlung

  • Neben Prophylaxemaßnahmen sollten nur dringend erforderliche Zahnbehandlungen durchgeführt werden
  • Der sicherste Zeitraum für zahnärztliche Behandlungen ist das zweite Trimenon (4. – 6. Schwangerschaftsmonat) – hier sollten jedoch keine umfassenden oder chirurgischen Eingriffe stattfinden
  • Da im ersten Trimenon (1. – 3. Monat) sowie im letzten Trimenon (7. – 9. Monat) empfindliche Entwicklungsvorgänge stattfinden, wird in diesen Monaten von zahnärztlichen Behandlungen abgeraten

Tipps für die Vorsorge

Im Folgenden möchten wir Ihnen einige Tipps geben, wie sie Zähne und Zahnfleisch in der Schwangerschaft schützen und gleichzeitig zur gesunden Zahnentwicklung Ihres Kindes beitragen können.

Zahnfleischprobleme

Die Hormonumstellung kann sich auf das Zahnfleisch auswirken: Es wird stärker durchblutet, verliert an Straffheit und schwillt oft sogar an. Bakterien können so schnell in etwaigen Zahnfleischtaschen für Entzündungen sorgen.

In dieser Zeit empfehlen wir die Verwendung einer weichen Bürste sowie die gründliche Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide, um auch schwierig erreichbare Stellen von Bakterien zu befreien.

Etwaige Zahnfleischwucherungen sind zunächst kein Grund zur Sorge, da sie sich in der Regel nach der Schwangerschaft von selbst zurückbilden – sie sollten aber dennoch zahnärztlich begutachtet werden, um schmerzhaften Entzündungen durch Reibung an den Gegenzähnen vorzubeugen.

Magensäure

Viele werdende Mütter kennen es: Die ersten Monate einer Schwangerschaft bringen oft Übelkeit und Erbrechen mit sich.

Häufiges Erbrechen kann zu Zahnproblemen führen, da die Magensäure den Zahnschmelz angreifen und zersetzen kann.

Wir empfehlen, Ihren Mund nach etwaigem Erbrechen intensiv mit Wasser oder einer Mundspüllösung auszuspülen. Bevor die Zahnbürste zum Einsatz kommt, sollten Sie eine Wartezeit von 30 Minuten einplanen, damit sich Ihr Mundmilieu neutralisieren und der angegriffene Zahnschmelz stabilisieren kann. Andernfalls kann es passieren, dass die Zahnbürste bleibende Schäden am Zahnschmelz verursacht.

Ernährung und Kariesrisiko

Heißhunger, zum Beispiel auf Süßigkeiten, ist oft typisch für eine Schwangerschaft. Zuckerhaltige Lebensmittel führen zu großer Vermehrung der Bakterien in Mund, deren Säureproduktion unweigerlich zu Karies führt.

Wir empfehlen, Süßigkeiten nur zu den Hauptmahlzeiten zu verzehren und etwa 30 Minuten später die Zähne zu putzen. Dies gilt übrigens auch für saure Lebensmittel, die ebenfalls den Zahnschmelz angreifen können.

Wussten Sie, dass sich ab der 6. – 8. Schwangerschaftswoche bereits die Zahnleisten Ihres Kindes entwickeln? Es holt sich alle nötigen Mineralstoffe aus dem, was Sie essen und trinken – für eine gesunde Entwicklung spielt eine ausgewogene Ernährung daher eine sehr wichtige Rolle.

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